Wer sich mit dem Thema schon einmal auseinandergesetzt hat und diese Überschrift liest, der schreckt erstmal ganz verständlich auf. Zurecht, bedeutet es leider immer noch den sicheren Tod für jede erkrankte Katze.  

Dennoch ist es ganz wichtig, über dieses Thema zu sprechen um damit falsche Informationen aus der Welt zu schaffen und Züchter, sowie Käufer von Katzen (egal ob Tierheim oder einer seriösen Zucht) aufzuklären. Leider haben wir die Erfahrung gemacht, dass selbst Tierärzte völlig falsch über FIP informiert sind und ihr veraltetes Wissen an besorgte Katzenhalter weitergeben. 

 

Falls du noch nie etwas über diese Infektionskrankheit gehört oder gelesen hast oder auch veraltete Informationen besitzt, erklären wir vorab in ganz einfachen Worten ohne viele medizinische Begriffe die Problematik dieses Themas. 

 

Fakt ist:

Nahezu jede Katze heutzutage trägt sogenannte Coronaviren in sich. (Nicht ansteckend für Menschen)

Ob beim Züchter, im Tierheim, in Zoos, im Privathaushalt; sogar ebenfalls in der freien Wildbahn. 

Das Coronavirus an sich ist nicht sonderlich schlimm, es kann vereinzelnd mal in jungen Jahren der Katze zu Durchfall führen, die Nebenwirkungen lassen sich allerdings schnell wieder in den Griff kriegen und es gibt meist keinerlei Beschwerden. Die Coronaviren sitzen vermehrt im Darm der Katze.

 

Katzen sind sehr stressempfindliche Wesen. Stress – beim Transport zum Tierarzt, einer anderen bestehenden Erkrankung, nach dem Umzug in das neue Zuhause – schlägt voll auf das Immunsystem der Katze. Diese Coronaviren sehen manchmal ihre Change darin, dass der Körper geschwächt ist und mutieren. Vor einfachen Coronaviren braucht ein jeder Katzenhalter keinerlei Angst zu haben. Sollten jedoch diese Coronaviren mutieren, ist es meist schon zu spät.

Diese Mutation entsteht im Körper der Katze – es ist weder zu verhindern, bekommt man während dieser Mutation Wind davon. Diese mutierten, also veränderten Coronaviren nutzen das Abwehrsystem der Katze, in dem sie sich von diesem „Ernähren“ und so vom Darm in alle Bereiche des Körpers gelangen, um dort Schaden anrichten zu können. Der Körper der Katze merkt, dass etwas nicht stimmt und kämpft gegen diese Viren an, die sich allerdings ungebremst mithilfe der körpereigenen Abwehrkräfte vermehren können. 

Katzen sind gute Schauspieler, wenn es um das Verstecken ihres Gesundheitszustands geht. Sollte es der Katze also nicht gut gehen, sollte man dringend Alarm schlagen. 

Anzeichen von einer ausgebrochenen Infektion sind Fieber, Appetitlosigkeit, Apathie, mit Wasser aufgeblähter Körper im Bauch und/oder Brustbereich der Katze und diverse andere Symptome. 

 

Achten Sie bei der Behandlung des Tierarztes darauf, dass dieser sich mit FIP auskennt und keine Vermutungen oder unüberlegten Schritte einleitet. Leider sind unzählige Katzen auf Verdacht eingeschläfert worden, weil die Diagnose fehlerhaft war und die Tierärzte nicht ausreichend ausgebildet sind! Das erste, was der Tierarzt tun sollte, (vorausgesetzt die betroffene Katze ist klinisch stabil) ist ein PCR anhand einer Blutprobe. Sollten Coronaviren nachweisbar sein, und keine der 2 bekannten Mutationen gefunden worden sein, so handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht um FIP; hier muss dann die Ursachenforschung vom Tierarzt weitergeführt werden. 

 

Solltest du bei deiner Katze den Verdacht auf FIP haben, kontaktiere eine Tierklinik in deiner Nähe. 

Dort sind die Möglichkeiten der Diagnostik in der Regel umfangreicher als bei einem normalen Haustierarzt. 

 

Wie du merkst, ist die Mutation dieser Coronaviren nicht zu beeinflussen. Es gibt keine Impfung oder bisher ein in Deutschland zugelassenes Mittel gegen FIP. Weder der Züchter, noch ein Tierarzt kann in die Geschehnisse des Körperinneren einer Katze eingreifen oder gar kontrollieren. Selbst in der freien Natur ist die Sterberate bei diverse Wildkatzen an FIP sehr sehr hoch. 

 

Dir als Interessent einer Katze – in diesem Fall von einem Züchter – sollte klar sein, dass du beim Kauf keine absolute Gesundheitsgarantie erhältst. Wir tun alles mögliche, was in unserer Macht steht, um die Katzen vor diversen Krankheiten (ob erblich bedingt oder äußere Einflüsse) zu bewahren – führen die Katze vor dem Auszug einem Tierarzt vor und lassen uns den gesundheitlichen Zustand schriftlich bestätigen – können jedoch leider nicht jeden Einfluss bewahren; vor allem nicht solch heimtückische Vorkommnisse, die sich im Inneren der Katze abspielen. 

 

Solltest du dich über dieses Thema umfangreicher Informieren wollen, können wir dir die im Internet veröffentlichten Informationen der LMU München empfehlen, mit der wir in engem Kotakt für die Entwicklung der medizinischen Forschung stehen.